12. Dezember 2008

Hugh Jackman moderiert Oscar-Verleihung

Kategorie: Kino — Nic Knatterton @ 13:20

Der australische Schauspielstar Hugh Jackman hat dem Drängen der Produzenten der Oscar-Verleihung nachgegeben und wird die 81. Academy Awards am 22. Februar 2009 moderieren. Jackman, der 2000 über Nacht mit der Rolle des Wolverine in den “X-Men”-Filmen bekannt wurde und seither zum Who-is-Who der Hollywood-Darsteller gehört, hat zwar selber noch keinen Oscar in der Tasche, dafür aber Erfahrung in der Moderation glamouröser Veranstaltungen. Jackman wurde erst kürzlich vom People-Magazin zum „sexiest men alive“ gekürt und soll der unter schlechte Einschltquoten leidenden Oscar-Verleihung neues Leben einhauchen. Von 2003 bis 2005 war er dreimal in Folge Gastgeber der Tony Awards, wofür er sogar mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Na dann.

8. Dezember 2008

Die Kunst im Chor zu weinen

Kategorie: Literatur — Nic Knatterton @ 14:56

Die Dänen haben ja bekanntermaßen einen natürlichen Hang zum Morbiden und Makaberen. Das untermauert jetzt auch Erling Jepsen mit seinem neuen Werk „Die Kunst im Chor zu weinen“, der jetzt endlich auch auf Deutsch erschienen ist. Erzählt wird eine Familiengeschichte aus der südjütländischen Provinz gegen Ende der 1960er Jahre aus der Sicht des elfjährigen Allan.

Die Eltern betreiben dort ein Milchgeschäft, das sich der aufkommenden Konkurrenz der Supermärkte erwehren muss. Um sich etwas Zubrot zu verdienen, hält der Vater Reden auf Begräbnissen. „Wenn Vater eine gute Grabrede hält, dann haben ihn die Leute gern, und wenn die Leute ihn gern haben, dann hat er auch uns gern.“, lautet die naive Einschätzung des Heranwachsenden, dem die Familienharmonie über alles geht. Doch mit Fortschreiten der Handlung treten die Abgründe der Familie und der dörflichen Gemeinde immer deutlicher zum Vorschein. Da wird schon mal der Nachbar verprügelt, wenn er beim Heckenschneiden ein paar Blätter in den angrenzenden Garten fallen lässt oder aber es wird, wenn die Todesfälle mal wieder ausbleiben, einfach nachgeholfen. Durch die Brille des kleinen Allan gesehen, passen sich die Schrecklichkeiten fast reibungslos in die Normalität ein und machen den Text so schwarzhumorig und skurril. „Die Kunst im Chor zu weinen“ wurde auch schon verfilmt und erhielt 2008 prompt eine Oscarnominierung.

Geburtstagsgedichte

7. Dezember 2008

„Gomorrha“ erhält europäischen Filmpreis

Kategorie: Europäischer Film, Kino — Nic Knatterton @ 17:26

Bei den Europäischen Filmpreisen in Kopenhagen hat „Gomorrha“, die gleichnamige Verfilmung des Buches von Roberto Saviano so richtig abgesahnt. Der Regisseur Matteo Garrone nahm nicht nur den Hauptpreis für den besten europäischen Film entgegen, sondern auch für das Drehbuch und die Kamera. Zudem wurde Toni Servillo als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Dieser Preisregen dürfte auch die Chancen auf den Oscar als bester fremdsprachiger Film deutliche erhöhen.

Aus Sicherheitsgründen durfte der Autor der Romanvorlage nicht am Europäischen Filmfestival teilnehmen, da er von der Mafia mit dem Tode bedroht wird. Die weiteren fünf Drehbuchautoren und der Kameramann bei „Gomorrha“, Marco Onorato, konnten auch jeweils einen Europäischen Filmpreis in Empfang nehmen.

Der einzige deutsche Preisträger in diesem Jahr war Max Richter, der für seine Musik zum Film „Waltz with Bashir“ von Ari Folman prämiert wurde. Als beste Schauspielerin wurde Kristin Scott Thomas für ihre Hauptrolle im französischen Film „So viele Jahre liebe ich Dich“ („Il y a longtemps que je táime“) geehrt. Der Publikumspreis ging dan „Harry Potter und der Orden des Phönix“.

6. Dezember 2008

Karl Valentin. Filmpionier und Medienhandwerker

Kategorie: Ausstellungen — Nic Knatterton @ 13:27

Nach Düsseldorf, Frankfurt am Main und Berlin ist das Deutsche Theatermuseum in München die letzte Station der vielbeachteten Karl Valentin-Ausstellung. Zahlreiche Original-Objekte aus dem Nachlass des Künstlers, der in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln verwahrt wird, sind in dieser Ausstellung zu sehen.
Das Multitalent Valentin, der seine hagere Gestalt zur Kunstfigur machte, war schon zu Lebzeiten ein Phänomen. Nach seinem Tod 1948, hinterließ er ein umfangreiches Werk, darunter Monologe, Dialoge, Soloszenen, Einakter und zwei abendfüllende Bühnenstücke. Über 30 Valentin-Filme sind erhalten, ein Dutzend Titel ist bis heute verschollen.
Karl Valentins genreübergreifende, innovative Kreativität wurde schon von zeitgenössischen Theatermachern wie Bertolt Brecht und Erich Engel geschätzt. Seine groteske Bühnen-, Film- und Sprachwelt, sein experimentelles, komisches Spiel mit Medieneffekten wird in der Ausstellung mit über 300 Exponaten illustriert. Zu sehen sind Fotos, Original-Handschriften, Typoskripte, Briefe, Zeichnungen, Plakate, Lichtbilder, Schallplatten und Filme. In einem kleinen Kinoraum werden Szenen aus seinen Filme gezeigt.
Karl Valentin, der sich bereits 1912 in München ein Filmstudio eingerichtet hatte, unternahm früh medienübergreifende Experimente. So inszenierte er Vorführungen zu Stummfilmen, die er mit Toneffekten auf der Bühne untermalte oder Bühnenauftritte, für die er Filmprojektionen als Hintergrund verwendete oder Geräusche aus dem Off einspielte. An der Wende vom Stumm- zum Tonfilm erfand Valentin als Live-Geräusch-Performance hinter der Leinwand eines Münchener Kinos seinen ersten deutschen Tonfilm. Die Ausstellung ist noch bis 11. Januar 2009 zu sehen.

5. Dezember 2008

„Small World“ wird verfilmt

Kategorie: Kino, Literaturverfilmungen — Nic Knatterton @ 13:22

Gleich mit seinem ersten Roman „Small World“ hat Martin Suter voll ins Schwarze getroffen. Seither ist der Schweizer, regelmäßig auf den Bestsellerlisten vertreten. Der Roman „Small World“, für den er 1997 mit der Ehrengabe des Kantons Zürich und mit dem französischen Literaturpreis “Prix du premier roman étranger” ausgezeichnet wurde, wird jetzt in einer deutsch-französischen Produktion verfilmt.

Das Buch handelt von der wohlhabenden Industriellenfamilie Koch, mit der der mittlerweile 60-jährige Konrad Lang seit seinem vierten Lebensjahr verbunden ist. Als Sohn des Dienstmädchens war er damals in die Familie um die verwitwete Matriarchin Elvira Senn gekommen und wurde bald der Spielkamerad und Gefährte ihres gleichaltrigen Stiefsohnes Thomas. Zwar kommt dadurch auch Konrad in den Genuss einer guten Ausbildung, darf Tenniskurse besuchen und Reisen untenehmen, bleibt aber immer nur das Spielzeug des reichen Oberklassenzöglings. Das Buch um den Anti-Helden Konrad beginnt als er nach reichlich Ouzo die Ferienvilla, um die er sich kümmern soll in Brand setzt. Für Elvira Senn ist das die ideal Möglichkeit, sich Konrads ein für alle Mal zu entledigen, doch Thomas kann sie dazu bewegen, ihm eine Wohnung und ein wenig Taschengeld in der Schweiz zu bezahlen. Als dort allen Anschein nach sein Leben wieder einen Sinn bekommt - Konrad trifft unverhofft eine Frau kennen und hört sogar mit dem Trinken auf – lässt ihn allerdings sein Gedächtnis im Stich. Mit dem Verdacht an Alzheimer erkrankt zu sein, wird er zunächst in ein Pflegeheim überwiesen, doch als er dort den Versuch unternimmt von einer Feuerleiter aus dem sechsten Stock des Gebäudes zu springen, bekommt Konrad private Rundum-Pflege in der Gästevilla der Kochs. Je mehr Konrad sein Kurzzeitgedächtnis verliert, desto besser scheint es kann er sich an vergangene Ereignisse erinnern, was Elvira Senn, die ein dunkles Geheimnis hütet, gar nicht gefällt…

Das Buch, das einem vor allem durch das Verhalten des kauzigen Konrads des öfters schmunzeln lässt, wird nun von Bruno Chiche verfilmt und könnte mit dem behäbigen Gérard Dépardieu in der Hauptrolle recht gut funktionieren. In den weiteren Rollen sind Marina Hands, Danielle Darrieux und vermutlich auch Charlotte Rampling angekündigt.

4. Dezember 2008

Franz von Stuck. Meisterwerke der Malerei

Kategorie: Ausstellungen — Nic Knatterton @ 17:29

Anlässlich des 80. Todestages von Franz von Stuck zeigt das Museum Villa Stuck Meisterwerke des großen Künstlerfürsten. 54 Werke des Malers, der ein wichtiger Wegbereiter der Moderne war und einen großen Einfluss auf die Kunst seiner Zeit hatte sind ab 4. Dezember und noch bis zum 15. März 2009 in der prachtvollen Villa ausgestellt.

Die Werke, von denen einige noch nie öffentlich gezeigt wurden sind nach elf Themen aufgeteilt wie „Schönheit und Versuchung“ oder „Kampf ums Dasein“, die der Künstler sein ganzes Leben lang verfolgte. Stucks Bilder leben von seinen Figuren, die zum Großteil zeitgenössische Menschen vor biblischem oder antikem Hintergrund zeigen und verleihen ihnen somit eine allegorische Komponente. Titel wie „Die Sünde“, „Der Krieg“ oder „Die Sphinx“ verdeutlichen das.

Die Leihgaben für die Ausstellung kommen aus den ersten Häusern Europas, dem Musèe d’Orsay in Paris, der Eremitage in St. Petersburg, der Nationalgalerie in Sofia, dem Museum der Bildenden Künste in Budapest, dem Belvedere in Wien, dem Ca’ Pesaro in Venedig sowie aus Beständen privater Sammler in Europa und Amerika.

3. Dezember 2008

Grammy-Museum in Los Angeles

Kategorie: Kultur und Lifestyle Allgemein — Nic Knatterton @ 17:34

Los Angeles ist um eine Attraktion reicher: mit dem Grammy-Museum setzt sich die Musikbranche ein eigenes Denkmal. Im Herzen derCity gelegen, kann der Besucher auf vier Stockwerken einen Blick hinter die Kulissen der Musik- und Showbranche werfen. Mehr als 300 Ausstellungsstücke, fast 30 Filme und unzählige Hörbeispiele, die Musik, ihre Geschichte, Entstehung und Kreativität darstellen, sollen jedoch nicht nur informellen Charakter haben, sondern auch die Menschen inspirieren.

Riesige Touchscreens erklären dem Wissbegierigen die verschiedenen Stilrichtungen, wie Jazz, Klassik oder HipHop und liefert auch noch ausgewählte Hörbeispiele hinterher. Wer selbst mal ein Aufnahmestudio besuchen will ist im dritten Stock richtig, ganz Ambitionierte können dort sogar direkt im Museum ein eigenes Stück komponieren und aufnehmen. Dass Musik auch eine politische Dimension haben kann zeigt die Sonderausstellung im zweiten Stock mit dem Titel: „Lieder des Bewusstseins - Klänge der Freiheit“, eine musikalische Reise durch die Geschichte der USA.