16. Juli 2010

Fair Trade-Mode

Kategorie: Kultur und Lifestyle Allgemein — Nic Knatterton @ 11:30

Baumwolle ist die Basis des Großteils unserer heutigen Textilien und häufige Einlage in einem Weidenkorb. Selbst Designerstücke aus den edelsten Materialien enthalten meist mindestens einen Bestandteil, der aus Baumwolle besteht. Heimisch ist die Pflanze in den tropischen Regionen, die gleichzeitig zu den ärmsten Teilen der Welt gehören - und darin liegt das Problem.

Ein Erbe aus der Kolonialzeit besteht darin, Baumwolle dort anzubauen, wo sie heimisch ist, und die wirtschaftliche Situation der jeweiligen Länder auszunutzen. Die einheimischen Arbeitskräfte ernten das Produkt und verarbeiten es gleichzeitig, wodurch ein unschlagbar günstiges Produkt entstehen kann. Verkauft werden sie anschließend in Europa oder Amerika, da dort die Gewinnmöglichkeit für den Hersteller am höchsten ist. Vom Lohn kann der Arbeiter kaum für seine eigenen Bedürfnisse sorgen, geschweige denn für die seiner Familie.

Bauern unterliegen außerdem der Wirtschaft von Mittelsmännern. Sie verkaufen ihre Produkte an einen Abnehmer, der ihn weiterverkauft, bis er schließlich beim Endabnehmer ankommt. Mittelsmänner kaufen einheimischen Bauern die Produkte zu niedrigen Preisen ab, da sie schließlich selbst am Prozedere verdienen müssen. Das mindert den Lohn des Bauern noch weiter.

Fair Trade ist als Organisation bekannt, die sich gegen die Ausbeutung der Arbeitskräfte in ärmeren Regionen der Erde verschrieben hat. Sie kauft Bauern die Produkte direkt ab und kann sowohl ihnen als auch den Arbeitskräften faire Löhne bezahlen, die zur Deckung der Lebenskosten reichen. Beim Kauf von Fair Trade-Mode in den Mode Metropolen kann man sich sicher sein, niemanden ausgebeutet zu haben. Erhältlich ist sie mittlerweile nicht mehr nur in Fachgeschäften - auch Modedesigner und bekannte Ketten haben sich mittlerweile dem fairen Handel verschrieben.