6. Juni 2013

Briefmarken als Wertanlage

Kategorie: Kultur und Lifestyle Allgemein — Nic Knatterton @ 14:39

Seit geraumer Zeit werden Postwertzeichen als Investment bei Sparern und Anlegern immer populärer. Beobachter führen diesen Trend nicht zuletzt auf die seit der Banken- und Eurokrise weit verbreitete Furcht vor der Geldentwertung zurück, die viele Menschen zum Kauf von Sachwerten veranlasst. Verstärkt wird dieser Trend nicht zuletzt von einer Entwicklung, die unlängst in China begonnen hat. Dort war das Briefmarkensammeln lange Zeit untersagt, weil es der (seitens der Regierung unerwünschten) Anhäufung privater Reichtümer dienen konnte. Nun aber besteht das Verbot nicht mehr, und viele Chinesen treten auch auf dem internationalen Markt zunehmend als Käufer auf – was bei einzelnen Marken bereits zu spektakulären Preissprüngen führte. 

Den höchsten Bekanntheitsgrad unter allen Postwertzeichen genießt - auch bei Nicht-Philatelisten - die 1847 ausgegebene „Blaue Mauritius“. Was sie zur Rarität gemacht hat, ist ihre Aufschrift: Sie trägt den Schriftzug “Post Office” und nicht, wie bei späteren Serien “Post Paid”. Ganze vier nicht gebrauchte Exemplare dieser Marke existieren heute noch. Unter diesen sind drei im Besitz von Museen; eine weitere ist Eigentum des britischen Königshauses. Gebrauchte Exemplare werden dagegen gelegentlich noch gehandelt: Als Schätzung für das, was eine Blaue Mauritius wert ist, können die 6,125 Millionen Schweizer Franken dienen, die im Jahr 1993 von einem aus Singapur stammenden Sammler für einen Brief mit einer blauen Mauritius bezahlt wurden. 

Investitionen auf dem Markt für Postwertzeichen sind indes kein leichter Weg zu großem Reichtum. Wer sie erfolgreich tätigen möchte, sollte sich Experten zufolge mit der Klassifikation und Erkennung, aber auch etwa mit der Praxis des Lagerns und den gängigen Handelsusancen auskennen. Risikolos ist das Sammeln von Postwertzeichen aber auch für diejenigen nicht, die alle diese Kenntnisse mitbringen. Ob die in gängigen Katalogen gelisteten Preise bei einem tatsächlichen Verkauf auch tatsächlich erzielbar sind, hängt entscheidend davon ab, ob es zu dem fraglichen Zeitpunkt überhaupt jemanden gibt, der gerade Interesse an den angebotenen Marken hat.

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