17. Januar 2009
25 Titel für den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Berlin vom 5. bis zum 15. Februar stehen, es fehlt nur noch einer. Zu den Neuankündigungen gehören außer Hans-Christian Schmids “Sturm” auch die Weltpremieren der neuen Filme von Stephen Frears (dem von MMC Independent koproduzierten “Chéri”), François Ozon (”Ricky”) und Andrzej Wajda (”Tatarak”). Mit dem Kompilationsfilm “Deutschland 09″ wird außerdem noch ein weiterer deutscher Titel gezeigt, allerdings außer Konkurrenz.
Außer Konkurrenz laufen außerdem Constantin Costa-Gavras’ mit Juliane Köhler und Ulrich Tukur besetztes Drama “Eden à l’oeust” und das Rapper-Biopic “Notorious B.I.G.”. Neben Berlin-Veteranen wie Annette K. Olesen (”Lille Soldat”) und Bertrand Tavernier (”In the Electric Mist”) wurde mit Peter Strickland auch ein Debütfilmer in den Wettbewerb geladen. Er wird die rumänisch-britisch-ungarische Produktion “Katalin Varga” vorstellen. Weltpremiere in Berlin feiern außerdem die spanischsprachigen Produktionen “La teta asustada” von Claudia Llosa und das von Pandora koproduzierte “Gigante” von Adrián Biniez. Aus den USA kommt Mitchell Lichtensteins “Happy Tears” mit Demi Moore und Parker Posey als Schwestern und aus dem Iran Asghar Farhadis “Darbareye Elly”.
Blume
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23. Dezember 2008
Zum vierten Mal findet vom 26. bis 31. Dezember „Das Festival des gescheiterten Films“ statt. Gezeigt werden Filme, die keiner sehen wollte, sei es, dass sie zu anspruchvoll oder zu frivol waren. Genau für solche Filme, die es weder ins Kino noch ins Fernsehen gebracht haben, hat der Initiator HW Müller dieses Festival ins Leben gerufen. Doch selbst auf dieser Veranstaltung wird auf Anspruch und Niveau geachtet, denn der Produzent bzw. Regisseur sollte zumindest das Ziel gehabt haben eine hochwertige Arbeit zu schaffen. Insgesamt über vierzig Filme jedes Genres werden dem Publikum präsentiert, das gleichzeitig als Jury fungiert und über das Internet Noten von 1 bis 9 vergeben kann. Gewinner wird nicht der schlechteste oder der beste Film, sondern derjenige, der die meiste Dynamik entwickelt hat, sprich, der die meisten Kontroversen ausgelöst hat. Na dann sind wir mal gespannt, wer den Preis absahnt.
Filme jeden Genres
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16. Dezember 2008
Die Musik zu Filmklassikern zu „Lawrence von Arabien“ oder „Doktor Schiwago“ stammt aus seiner Feder. Die Rede ist von Maurice Jarre. Für seine Kreationen hat der Franzose bereits drei Oskars erhalten, nun kommt auch noch der Goldene Ehrenbär hinzu, der dem 84-jährigen auf der Berlinale (5. bis 15. Februar) verleihen wird.
Seinen internationalen Durchbruch feierte Jarre 1962 mit den Arrangements zum Wüstenepos „Lawrence von Arabien“, das ihm den ersten Oscar bescherte. Jarre, 1924 in Lyon geboren, begann seine musikalische Laufbahn mit einer Ausbildung als Schlagzeuger und Dirigent am Conservatoire de Paris. Im Laufe seiner Karriere als Komponist ist Jarre an mehr als 150 internationalen Filmproduktionen beteiligt gewesen.
Jarre, Vater des Musikers Jean Michel Jarre, arbeitete mit Regisseuren wie Alfred Hitchcock, John Huston und Luchino Visconti zusammen. Für Volker Schlöndorff schrieb er die Musik zur Literaturverfilmung „Die Blechtrommel” nach dem Roman von Günter Grass.
Außerdem wird der amerikanische Schauspieler Joe Dallesandro zu seinem 60. Geburtstag bei der Berlinale mit einem Teddy, dem schwul-lesbischen Filmpreis, ausgezeichnet. In den 70er Jahren avancierte Dallesandro mit den Andy Warhol und Paul Morrissey Filmen wie „Flesh“ oder „Lonesome Cowboys“ zum avantgardistischen Superstar des Underground-Films.
Reisetipps
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30. November 2008
Die Berlinale 2009 wird mit Tom Tykwers neustem Streifen „The International“ eröffnet. Die deutsch-englische Co-Produktion mit Clive Owen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl wird am 5. Februar 2009 zur Eröffnung der 59. Internationalen Filmfestspielen von Berlin Welturaufführung feiern. Im Mittelpunkt von „The International“ stehen der Interpol-Agent Louis Salinger (Clive Owen) und die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts), die eine der mächtigsten Banken der Welt zu Fall zu bringen wollen. Während sie eine Reihe illegaler Aktivitäten aufdecken, folgen Salinger und Whitman der Spur des Geldes von Berlin nach Mailand, New York und Istanbul. Doch schon bald befinden sie sich mitten in einer hochriskanten Hetzjagd rund um den Globus, bei der sie durch ihre Entschlossenheit auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, denn die Drahtzieher wollen auch weiterhin ihr lukratives Geschäft mit Krieg und Terror betreiben.
„The International“ läuft im Wettbewerb der Berlinale außer Konkurrenz. Offizieller Filmstart in den Kinos ist der 12. Februar 09.
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28. November 2008
Um sich in Sachen Film einen Namen zu machen, haben sich die Scheichs aus Quatar prominente Hilfe geholt: kein geringerer wie Robert De Niro organisiert 2009 erstmals das Tribeca Filmfestival in Doha. Seit 2002 findet das Tribeca Filmfestival in New York statt, das De Niro und die Produzentin Jane Rosenthal nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ins Leben gerufen haben, um dem schwer getroffenen Stadtteil Tribeca im Süden Manhattans wirtschaftlich und kulturell wieder auf die Beine zu helfen. Vom 10. bis 14. November 2009 wandert das Festival nun nach Doha, die Hauptstadt von Quatar. 40 Filme aus verschiedenen Ländern und Kulturen sollen im frisch eingeweihten Museum für Islamische Kunst gezeigt werden.
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31. Oktober 2008
Zeitgeschichtlich und engagiert sind die Urteile beim diesjährigen Filmfest in Rom ausgefallen. „Opium War“ des afghanischen Regisseurs Siddiq Barman hat den „Goldenen Marc Aurel“ für den besten Film bekommen. Einstimmig kürte die Jury des Festivals den Film über die Erlebnisse zweier US-Soldaten, einem weißen und einem farbigen, die in den Mondblumenfeldern in Afghanistan eingesetzt werden.
Der Zuschauerpreis für den besten Film ging an „Resolution 819“. Die italienisch-französisch-polnische Koproduktion wurde von dem italienischen Regisseur Giacomo Battiato gedreht und spielt im Titel auf die UNO-Resolution, die die Sicherheit der Moslems in Srebrenica garantiert, an. Im Mittelpunkt des Films steht die Untersuchung eines Franzosen, der im Auftrag des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals nach Bosnien entsendet wird. Die Tötung von rund 8.000 Bosniaken in der früheren bosniakischen Enklave im Juli 1995 gilt als schwerstes Kriegsverbrechen auf europäischem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Italienerin Donatella Finocchiaro, die eine Hauptrolle im Film „Galantuomini“ des neapolitanischen Regisseurs Edoardo Winspeare spielt, wurde zur besten Schauspielerin gekürt, den Preis des besten Schauspielers erhielt der Ukrainer Bohdan Stupka, der im ukrainisch-polnischen Streifen „Serce na dloni“ des Polen Krzysztof Zanussi mitspielt.
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29. Oktober 2008
Der Exil-Iraner Arash T. Riahi hat in diesem Jahr das Rennen auf der 46. Viennale gemacht und den Wiener-Filmpreis gewonnen. “Ein Augenblick Freiheit” erzählt von drei kurdischen Flüchtlingsgruppen: Einem Ehepaar, zwei jungen Männern mit zwei Kindern und einem ungleichen, befreundeten Männerpaar, die aus dem Iran und dem Irak fliehen und in der Türkei auf die Bestätigung ihrer Asylanträge warten.
Der „Standard“-Publikumspreis ging an Azazel Jacobs „Momma’s Man“ (USA), und den FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik durfte der Portugiese Miguel Gomes für „Our Beloved Month Of August“ mit nach Hause nehmen.
Als Stargäste waren heuer Isabelle Huppert, Werner Schroeter, Arnaud Desplechin, Christian Petzold und Luc Dardenne anwesend und insgesamt 92.100 Zuschauer besuchten die Vorstellungen des Festivals.
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28. Oktober 2008
Freunde des Asia Kinos in München können sich freuen, denn das 5. Asia Filmfest steht vor der Tür. Was als kleines privates Filmexperiment begann, hat sich mittlerweile zum größten Filmfest seiner Art in Deutschland entwickelt und findet erstmals auch in Berlin und Hamburg statt.
Gezeigt werden über 50 neue Filme aus China, Hongkong, Japan, Südkorea, Thailand – vor allem aus den Bereichen Action, Fantasy und Thriller. Viele davon werden wohl nur hier auf großer Leinwand zu sehen sein. Zum Jubiläum gibt es ein großes Sonderprogramm mit einer Klassiker-Reihe, bei der z. B. der erste Godzilla-Film (Ishirô Honda), „A Chinese Ghost Story“ (Ching Siu-Tung) und „In th Realm of the senses“ (Nagisa Oshima) gezeigt werden.
Die Retrospektive ist dieses Jahr dem Großmeister des chinesischen Kinos Wong Kar Wai gewidmet. Das Asia Filmfest zeigt alle früheren, in Hongkong gedrehten Filme des Regisseurs, darunter die Deutschlandpremiere des restaurierten Wuxia-Klassikers „Ashes of time Redux“ (2008). Zu sehen sind außerdem preisgekrönte Werke wie „Happy together“ (1997, Goldene Palme in Cannes als Bester Regisseur), „In the mood for love“ (2000, César als Bester Ausländischer Film und Screen International Award des Europäischen Filmpreises), sein Debütfilm „As tears go by“ (1988) sowie „Days of being wild“ (1991), „Chunking Express” (1994), “Fallesn Angels” (1995) und „2046“, der ultimative Liebesfilm aus dem Jahr 2004.
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22. Oktober 2008
Ab heute schaut die deutsche Filmbranche nach Hof, wo seit 40 Jahren die Hofer Filmtage stattfinden. Initiiert wurde das Filmfest in der oberfränkische Stadt mit nicht mal 50.000 Einwohner von Heinz Badewitz, der bis zum heutigen Tag Festivalleiter ist. Für den deutschen Film sind die Hofer Filmtage zur Nachwuchsschmiede geworden, wo bereits Talente wie Werner Herzog, Sönke Wortmann oder Wim Wenders entdeckt wurden. Eröffnet wird das diesjährige Programm mit Caroline Links neustem Film „Im Winter ein Jahr“, einer tragischen Familiengeschichte mit Joseph Bierbichler, Karoline Herfurth und Corinna Harfouch. Insgesamt sind bis zum 26. Oktober rund 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme zu sehen. Zu den neuen deutschen Produktionen zählen auch Michael Kliers Film „Alter und Schönheit“, Christian Petzolds „Jerichow“ und Hans Christoph Blumenbergs „Warten auf Angelina“. Nach seinem viel beachteten Debüt „Ping Pong“, das bereits in Cannes zu sehen war, bringt Matthias Luthardt mit „Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf“ seinen zweiten Film mit nach Hof.
Auch der deutsche Dokumentarfilm ist dieses Jahr recht gut vertreten. Wichtigste Beiträge sind unter anderem „Flieger“ von Herbert Brödl, „Das Verschwinden der Zeit“ von Ina Borrmann und das Porträt „Achternbusch“ von Andi Niesser. Aber auch der europäische Film kommt in Hof nicht zu kurz. Aus Frankreich kommen in diesem Jahr sogar acht Filme. Olivier Assayas seinen neuen Film „L’heure d’été“ mit Juliette Binoche, Charles Berling und Jeremie Renier in den Hauptrollen. Mit „Rumba“ erzählt das Regie-Trio Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy humorvoll von zwei Menschen, die lernen mit dem Unglück, das ihnen ständig widerfährt umzugehen.
Die Retrospektive ist in diesem Jahr der US-Regisseurin Allison Anders gewidmet, die 1992 mit ihrem Film „Gas, Food Lodging“. Mit Quentin Tarantino, Robert Rodriguez und Alexandre Rockwell drehte sie den Kompilationsfilm „Four Rooms“, arbeitete im Team von Wim Wenders bei „Paris Texas” und gehörte für vier Folgen zum Regie-Team der US-Serie “Sex in the City”.
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20. Oktober 2008
In Rom stehen alle Zeichen auf Glanz und Glamour, denn am 22. Oktober findet zum dritten Mal das Internationale Filmfest in der italienischen Kapitale statt. Und obwohl sich die Macher, im Gegensatz zu den letzten zwei Jahren, mehr dem Zelluloid aus der Heimat verschrieben haben, herrscht Hollywood-Alarm in Rom. Gleich zum Auftakt wird Hollywood-Urgestein Al Pacino erwartet, der nach dem Screening von „Chinese Coffe“ erstmal den „Goldenen Marc Aurel“ für sein Lebenswerk entgegen nehmen darf. In dem Film, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ira Lewis, verkörpert Pacino nicht nur die Hauptfigur des brotlosen Schriftstellers Harry Levine, sondern hat auch höchst persönlich Regie geführt. Aber auch andere Hollywood-Größen wie Sean Penn mit “Into the Wild“, Francis Ford Coppola mit „Youth Without Youth“ oder Cate Blanchett mit “Elizabeth” werden voraussichtlich auf dem roten Teppich auflaufen, deren Film allerdings außer Konkurrenz laufen.
Für Italien gehen gleich fünf Beiträge in den Wettbewerb um den „Goldenen Marc Aurel“. Bester Anwärter mit Sicherheit „L’uomo che ama“ (Der Mann, der liebt) von Maria Sole Tognazzi mit Monica Bellucci in der Hauptrolle. Als einziger deutscher Film darf sich Connie Walthers „Schattenwelt“, der die Geschichte eines ehemaligen RAF-Mitglieds erzählt, Hoffnung machen, der „Baader-Meinhoff-Komplex“ von Uli Edel läuft außer Konkurrenz.
Mit Spannung wir auch die Weltpremiere von „8“ erwartet, der im Auftrag der UN über die Armut in der Welt gedreht wurde. Die acht Regisseure aus acht Ländern der Welt - darunter Jane Campion, Gael Garcia Bernal, Mira Nair, und Wim Wenders - werden zur Premiere und anschließenden Diskussion mit dem Publikum erwartet.
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