Wie geht man mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Das ist die zentrale und zugleich tragische Frage, um die sich Susanne Biers neuster Film „Things we lost in the fire“ dreht. Mit Benicio Del Toro und Halle Berry konnte die dänische Dogma-Regisseurin gleich zwei Oscar-Preisträger für ihre erste Hollywood-Produktion gewinnen. Inhaltlich und formal aber ist sich Bier treu geblieben und konfrontiert den Zuschauer, wie schon in vielen vorhergegangenen Filmen auch, mit den Themen Verlust und der Möglichkeit eines Neuanfangs.
Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: die plötzliche und unvorhergesehene Ermordung ihres Mannes (David Duchovny) stürzt Audrey (Halle Berry) in tiefe Trauer und Verzweiflung. In ihrem Schmerz wendet sie sich an Jerry Sunborne (Benicio Del Toro), einen heroinsüchtigen Ex-Anwalt, der seit Kindheitstagen der engste Freund ihres Ehemanns war. Um die schmerzvolle Lücke zu füllen, die der Tod ihres Mannes hinterlassen hat, bittet Audrey ihn unerwartet, bei ihr und ihren beiden Kindern einzuziehen. Was sich entwickelt ist ein bis ins kleinste Detail realistisches, ohne Kitsch und oberflächliche Effekte gezeichnetes Psychogramm zweier Menschen, die sich in emotionalen Extremsituationen befinden. Traurig aber grandios! Seit gestern auf DVD.












Ich hab den Film im Kino gesehen, da war er sicher noch einmal ne Spur intensiver, als auf DVD. Trotzdem eine wirklich lohnenswerte Anschaffung.
Kommentar von Selma — 26. Oktober 2008 @ 13:27