30. September 2008

Seitenweise Erfolg – Vierzig Bestseller und ihre Geschichten

Kategorie: Literatur — Nic Knatterton @ 11:58

Was haben „Harry Potter“, die „Bibel“ und der „Quickfinder Gartenpraxis“ gemeinsam? Sie gehören weder zum gleichen Genre noch haben sie die gleiche Zielgruppe, allerdings konnte jeder dieser Titel einen sensationellen Verkaufserfolg erzielen. Ein Erfolg, der ihnen das Prädikat „Bestseller“ verlieh. Einige dieser so ausgezeichneten Kassenschlager standen nie auf einer Bestsellerliste, andere führten sie monate-, gar jahrelang an. Wie kommt es zu solchen verkaufsstarken Titeln: Absicht oder Zufall? Verlegerisches Talent oder Autorenglück?


Die Herausgeber und Autoren des Buches „Seitenweise Erfolg“ gehen dem Phänomen Bestseller nach und folgen ihm durch Geschichte und Gegenwart. Zahlreiche Interviews mit Experten aus der Branche liefern überraschende Erkenntnisse und manch humorvolle Anekdote aus dem Bestsellergeschäft. Autoren und Lektoren, Verleger und Agenten, Kritiker und Buchhändler werden befragt, inwieweit sie Einfluss nehmen konnten oder einen Plan verfolgten. Besonders an dem Unterfangen ist die Gegenüberstellung von aktuelle Bestseller mit einem historischen Pendant. So trifft beispielsweise Dieter Bohlens „Nichts als die Wahrheit“ auf Klaus Manns „Mephisto“, Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ auf Agatha Christies „Mord im Orient-Express“ oder aber Tommy Jauds „Vollidiot“ auf Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“.

In sehr aufschlussreichen Artikeln finden spezielle Titel wie die „Bibel“, „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ besondere Berücksichtigung und geben einen umfassenden Überblick über das Phänomen „Bestseller“.

Seitenweise Erfolg –Vierzig Bestseller und ihre Geschichten
Hrg.: Absolventen des Aufbaustudium Buchwissenschaft 2007/2008
Ab Mitte Oktober im Bramann Verlag, 210 Seiten
ISBN: 978-3-934054-93-6

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5 Kommentare »

  1. ich bin verwirrt!! Ich dachte immer alle Bestseller stehen in Bestsellerlisten, aber oft kippen die einfachsten Überzeugungen im Leben :)

    Kommentar von norman — 6. Oktober 2008 @ 17:23

  2. Die Bestsellerliste ist eine amerikanische Erfindung (Ende 19. Jahrhundert). In Deutschland gibt es diese Liste erst seit den 70er Jahren… Bibel, Leiden des jungen Werther usw. können allerding anhand der Verkaufs- und Auflagezahlen als Bestseller bezeichnet werden, wenngleich es solche Listen damals noch nicht gab.

    Kommentar von Nic Knatterton — 14. Oktober 2008 @ 10:57

  3. Harry Potter und die Bibel waren schon immer meine Lieblingsbücher :-) Wie schön, dass jemand den Zusammenhang erkannt hat …

    Kommentar von K-Risma — 11. November 2008 @ 19:06

  4. Ich glaube auch, dass ein Buch nicht zufällig zum Bestseller wird. Wie im Musikbusiness ist doch häufig so, dass man sich eben auf den Geschmack seiner Klientel einstellt, anstatt sich künstlerisch frei auszuleben. Je mehr Spirit man aufgibt, desto eher kommt ein Werk bei der Masse an. Leider.

    Kommentar von besteller — 28. Februar 2009 @ 16:51

  5. [...] nicht viel Geld haben, um sich eine teure Einrichtung zu leisten. Andere Dinge, wie zum Beispiel Bücher, ein Computer für die Uni, Sprachreisen oder die Erkundung des Studentenlebens sind zunächst [...]

    Pingback von Auch als Student seine Wohnung stilvoll einrichten | Kultur und Lifestyle — 8. Dezember 2011 @ 12:45

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