In Rom stehen alle Zeichen auf Glanz und Glamour, denn am 22. Oktober findet zum dritten Mal das Internationale Filmfest in der italienischen Kapitale statt. Und obwohl sich die Macher, im Gegensatz zu den letzten zwei Jahren, mehr dem Zelluloid aus der Heimat verschrieben haben, herrscht Hollywood-Alarm in Rom. Gleich zum Auftakt wird Hollywood-Urgestein Al Pacino erwartet, der nach dem Screening von „Chinese Coffe“ erstmal den „Goldenen Marc Aurel“ für sein Lebenswerk entgegen nehmen darf. In dem Film, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ira Lewis, verkörpert Pacino nicht nur die Hauptfigur des brotlosen Schriftstellers Harry Levine, sondern hat auch höchst persönlich Regie geführt. Aber auch andere Hollywood-Größen wie Sean Penn mit “Into the Wild“, Francis Ford Coppola mit „Youth Without Youth“ oder Cate Blanchett mit “Elizabeth” werden voraussichtlich auf dem roten Teppich auflaufen, deren Film allerdings außer Konkurrenz laufen.
Für Italien gehen gleich fünf Beiträge in den Wettbewerb um den „Goldenen Marc Aurel“. Bester Anwärter mit Sicherheit „L’uomo che ama“ (Der Mann, der liebt) von Maria Sole Tognazzi mit Monica Bellucci in der Hauptrolle. Als einziger deutscher Film darf sich Connie Walthers „Schattenwelt“, der die Geschichte eines ehemaligen RAF-Mitglieds erzählt, Hoffnung machen, der „Baader-Meinhoff-Komplex“ von Uli Edel läuft außer Konkurrenz.
Mit Spannung wir auch die Weltpremiere von „8“ erwartet, der im Auftrag der UN über die Armut in der Welt gedreht wurde. Die acht Regisseure aus acht Ländern der Welt - darunter Jane Campion, Gael Garcia Bernal, Mira Nair, und Wim Wenders - werden zur Premiere und anschließenden Diskussion mit dem Publikum erwartet.