15. Februar 2013

Lies mal wieder – die besten Büchertipps für kalte Tage

Kategorie: Literatur — Nic Knatterton @ 15:36

„Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt“, lautet ein Sprichwort. Genau das also, wonach man sich an grauen und kalten Wintertagen sehnt. Darum haben wir heute die besten Bücher,  die perfekt geeignet sind, um sich an kalten Tagen mit Teetasse und Wolldecke auf die Couch zu kuscheln, für Sie zusammen gestellt. Bestellen können Sie Ihre Winterlektüre zum Beispiel auf http://www.buecher-bestellen.com/.

Romantik, Spannung und eine bezaubernde Sprache bietet eine der schönsten Liebesgeschichten der zeitgenössischen Literatur: „Die Frau des Zeitreisenden“ von  Audrey Niffenegger erzählt die berührende Geschichte von Henry und Clare, die sich über Raum und Zeit immer wieder aufs Neue finden müssen. Ein echtes Muss für alle, die gut konstruierte Romane lieben und die perfekte Lektüre für ein entspanntes Wochenende.

Spannende Romane für gemütliche Stunden

Eine Zeitreise der anderen Art bietet der Bestseller Roman 1913 von Florian Illies, der uns in humorvoller Sprache in vielen spannenden Episoden bis ins Jahr 1913 führt. Wir werden Zeuge wie Rilke seinen Liebeskummer bekämpft, Kafka in seiner ungeheizten Mansarde zum Schriftsteller wird und Hitler und Stalin zufällig in Wien aneinander vorbei gehen. So interessant wird Geschichte selten erzählt.
Spannende Unterhaltung bietet auch der neueste Coup von Carlos Ruiz Zafón, dem spanischen Bestseller Autor, der schon mit dem Roman „der Schatten des Windes“ für Furore auf dem Buchmarkt sorgte. Sein drittes Buch „der Gefangene des Himmels“ spielt ebenfalls im Barcelona der Franco-Zeit und knüpft an den berühmten Erfolgsroman an. Die leicht düstere Atmosphäre des Buchs lässt das heimische Sofa noch gemütlicher erscheinen. Für Fans von guter Literatur ein absoluter Tipp.
Einen großen Wurf gelandet hat auch Joanne K. Rowling, die nach der  Harry Potter Saga einen spannenden Roman für Erwachsene geschrieben hat: „Ein plötzlicher Todesfall“ ist eine herrlich konstruierte Sozialstudie, die einem auf fast jeder Seite ein Schmunzeln entlockt. Absolut empfehlenswert!

21. Dezember 2010

Thilo Sarrazin

Kategorie: Literatur, Persönlichkeiten — Nic Knatterton @ 18:13

Von den Einen gefeiert und von den Anderen verschrien, ist Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ vor allem eines: umstritten. Sarrazin spaltet mit seinem Sachbuch die Lager und sorgt für jede Menge Gesprächs- und Diskussionsstoff. Jedoch schafft er damit auch Fremdenfeindlichkeit und verhärtet die gesellschaftlichen Fronten.

Die Erstauflage, die 25.000 Exemplare umfasste, war rasend schnell ausverkauft und „Deutschland schafft sich ab“ mischt trotz allem – oder vielleicht auch gerade deshalb - noch immer ganz oben auf den anerkannten Bestsellerlisten mit. Der ehemalige Berliner Senator, der mittlerweile nur noch mit Personenschutz das Haus verlassen kann, steht jedenfalls nach wie vor zu seinen gewagten und doch mutigen Worten.

Eigentlich will Thilo Sarrazin mit seiner 464 Seiten umfassenden Gesellschaftskritik nach eigenen Aussagen nur zeigen, „wie wir unser Land aufs Spiel setzen.“ Im Mittelpunkt seines Werkes stehen dabei teilweise angebliche und streckenweise sicherlich auch offensichtliche Problematiken wie der Geburtenrückgang in Deutschland, die steigenden Arbeitslosenzahlen und sinkenden Löhne, der Anwachs der Unterschicht und nicht zuletzt auch die laut Sarrazin „mangelhafte Migrationsbereitschaft“ und die „problematische Zuwanderungsrate“. Doch natürlich kritisiert der ehemalige Bundesbanker und Autor nicht nur unverblümt, er versucht auch Anhaltspunkte und Anstöße zu geben, wie man angeprangerte Problematiken aus der Welt schaffen könnte. Damit tritt er aber auch nicht selten in das eine oder andere Fettnäpfchen.

Der größte Konfliktpunkt an Sarrazins Buch ist dabei nicht einmal, dass der ehrliche Autor in vielen Dingen schlichtweg Unrecht hätte. Selbst Hasser und Kritiker müssen wenigstens an der einen oder anderen Stelle zugeben, dass viele Dinge der bitteren Wahrheit entsprechen. Vielmehr sorgt seine oft etwas schroffe Art und Weise diese anzuprangern dafür, dass die Lektüre selbst Fans und Befürworter wohl ab und an bitter aufstoßen lassen dürfte. Ein besonderes Beispiel hierfür sind die im Buch eher wenig positiv behandelten Themen wie die Zuwanderungsrate und die Immigration in Deutschland. Hier bekommen oft nicht nur die Politik und die Wirtschaft etwas ab, sondern auch einzelne Privatpersonen, die sich angesprochen gefühlt könnten.

Sarrazins Buch ist schwer in Worte zu fassen, wühlt aber eindeutig auf und dürfte die meisten Leser wenigstens nachdenklich zurücklassen – ob man nun mit dem Autor übereinstimmt oder nicht. Das kommt eindeutig auf den Leser selber an und lässt sich nicht pauschalisieren. Jedoch kann man übergreifend sagen, dass Sarrazins Zeilen nicht vollkommen undurchdacht, absolut unbegründet und undifferenziert daherkommen. „Deutschland schafft sich ab“ ist sicherlich einen Blick ins Buchinnere wert – und sei es nur darum, dass man sich eine eigene Meinung bilden kann.

30. September 2008

Seitenweise Erfolg – Vierzig Bestseller und ihre Geschichten

Kategorie: Literatur — Nic Knatterton @ 11:58

Was haben „Harry Potter“, die „Bibel“ und der „Quickfinder Gartenpraxis“ gemeinsam? Sie gehören weder zum gleichen Genre noch haben sie die gleiche Zielgruppe, allerdings konnte jeder dieser Titel einen sensationellen Verkaufserfolg erzielen. Ein Erfolg, der ihnen das Prädikat „Bestseller“ verlieh. Einige dieser so ausgezeichneten Kassenschlager standen nie auf einer Bestsellerliste, andere führten sie monate-, gar jahrelang an. Wie kommt es zu solchen verkaufsstarken Titeln: Absicht oder Zufall? Verlegerisches Talent oder Autorenglück?


Die Herausgeber und Autoren des Buches „Seitenweise Erfolg“ gehen dem Phänomen Bestseller nach und folgen ihm durch Geschichte und Gegenwart. Zahlreiche Interviews mit Experten aus der Branche liefern überraschende Erkenntnisse und manch humorvolle Anekdote aus dem Bestsellergeschäft. Autoren und Lektoren, Verleger und Agenten, Kritiker und Buchhändler werden befragt, inwieweit sie Einfluss nehmen konnten oder einen Plan verfolgten. Besonders an dem Unterfangen ist die Gegenüberstellung von aktuelle Bestseller mit einem historischen Pendant. So trifft beispielsweise Dieter Bohlens „Nichts als die Wahrheit“ auf Klaus Manns „Mephisto“, Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ auf Agatha Christies „Mord im Orient-Express“ oder aber Tommy Jauds „Vollidiot“ auf Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“.

In sehr aufschlussreichen Artikeln finden spezielle Titel wie die „Bibel“, „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ besondere Berücksichtigung und geben einen umfassenden Überblick über das Phänomen „Bestseller“.

Seitenweise Erfolg –Vierzig Bestseller und ihre Geschichten
Hrg.: Absolventen des Aufbaustudium Buchwissenschaft 2007/2008
Ab Mitte Oktober im Bramann Verlag, 210 Seiten
ISBN: 978-3-934054-93-6