Späte Ehre für den Kölner Surrealisten Max Ernst, dessen Collageroman „Une semaine de bonté“ nun seit 1934 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird. Seit dem 19. September sind die Originalblätter des Sammelsuriums die sich mit den menschlichen Abgründen befassen in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Die Ausgangsmaterialien, die Max Ernst für seine Collagen verwendet, sind ausnahmslos Holzstiche illustrierter Populärromane, naturwissenschaftlicher Zeitschriften oder Verkaufskataloge des 19. Jahrhunderts, die er auf seine Reisen sammelte und durch geschickte Schnitt- und Klebetechnik motivisch umdeutete und dabei neue Zusammenhänge schuf. Die insgesamt fünf Hefte – alle nach einzelnen Wochentagen benannt – gehören zu den bekanntesten Dokumenten des Surrealismus. Der surrealistische Roman ist noch bis 11. Januar ausgestellt.
19. Oktober 2008