Jetzt ist es endlich raus: Heute veröffentlichte die Jury in Frankfurt die so genannte Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2008 und gleich geht auch schon die Diskussion in den Feuilletons los. Die einen plädieren für die Abschaffung, andere sehen in dem Auswahlprozedere und der Verleihung nur eine von den Verlagen geplante Marketingstrategie. Sechs Romane aus vormals zwanzig haben nach Ansicht der Experten noch eine Chance, für den besten deutschsprachigen Gegenwartsroman ausgezeichnet zu werden. Allerdings fehlen die großen Namen komplett. Peter Handke hatte im Vorfeld schon Platz für die jüngeren Autoren gemacht, aber auch andere namhafte Kollegen wie Martin Walser, Uwe Timm und Feridun Zaimoglu sind aus dem Rennen um den Deutschen Buchpreis 2008.
Dafür sind es die nicht so bekannten des Literaturbetriebs, die sich noch auf ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen dürfen. Nominiert sind Dietmar Dath („Die Abschaffung der Arten“), Sherko Fatah („Das dunkle Schiff“), Iris Hanika („Treffen sich zwei“), Rolf Lappert („Nach Hause schwimmen“), Ingo Schulze („Adam und Evelyn“) und Uwe Tellkamp („Der Turm“). Da kann man der Jury zumindest nicht ankreiden, sie hätten sich von Namen blenden lassen. Der Gewinner wird am 13. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
