5. Dezember 2008

„Small World“ wird verfilmt

Kategorie: Kino, Literaturverfilmungen — Nic Knatterton @ 13:22

Gleich mit seinem ersten Roman „Small World“ hat Martin Suter voll ins Schwarze getroffen. Seither ist der Schweizer, regelmäßig auf den Bestsellerlisten vertreten. Der Roman „Small World“, für den er 1997 mit der Ehrengabe des Kantons Zürich und mit dem französischen Literaturpreis “Prix du premier roman étranger” ausgezeichnet wurde, wird jetzt in einer deutsch-französischen Produktion verfilmt.

Das Buch handelt von der wohlhabenden Industriellenfamilie Koch, mit der der mittlerweile 60-jährige Konrad Lang seit seinem vierten Lebensjahr verbunden ist. Als Sohn des Dienstmädchens war er damals in die Familie um die verwitwete Matriarchin Elvira Senn gekommen und wurde bald der Spielkamerad und Gefährte ihres gleichaltrigen Stiefsohnes Thomas. Zwar kommt dadurch auch Konrad in den Genuss einer guten Ausbildung, darf Tenniskurse besuchen und Reisen untenehmen, bleibt aber immer nur das Spielzeug des reichen Oberklassenzöglings. Das Buch um den Anti-Helden Konrad beginnt als er nach reichlich Ouzo die Ferienvilla, um die er sich kümmern soll in Brand setzt. Für Elvira Senn ist das die ideal Möglichkeit, sich Konrads ein für alle Mal zu entledigen, doch Thomas kann sie dazu bewegen, ihm eine Wohnung und ein wenig Taschengeld in der Schweiz zu bezahlen. Als dort allen Anschein nach sein Leben wieder einen Sinn bekommt - Konrad trifft unverhofft eine Frau kennen und hört sogar mit dem Trinken auf – lässt ihn allerdings sein Gedächtnis im Stich. Mit dem Verdacht an Alzheimer erkrankt zu sein, wird er zunächst in ein Pflegeheim überwiesen, doch als er dort den Versuch unternimmt von einer Feuerleiter aus dem sechsten Stock des Gebäudes zu springen, bekommt Konrad private Rundum-Pflege in der Gästevilla der Kochs. Je mehr Konrad sein Kurzzeitgedächtnis verliert, desto besser scheint es kann er sich an vergangene Ereignisse erinnern, was Elvira Senn, die ein dunkles Geheimnis hütet, gar nicht gefällt…

Das Buch, das einem vor allem durch das Verhalten des kauzigen Konrads des öfters schmunzeln lässt, wird nun von Bruno Chiche verfilmt und könnte mit dem behäbigen Gérard Dépardieu in der Hauptrolle recht gut funktionieren. In den weiteren Rollen sind Marina Hands, Danielle Darrieux und vermutlich auch Charlotte Rampling angekündigt.