Kaum jemand weiß, dass sich hinter dem Koran- Übersetzer, ehemaligen pakistanischen Botschafter bei der UN und Vordenker des Islam, Muhammad Asad (1900-1992), eigentlich ein Österreicher verbarg. Jetzt hat sich sein Landsmann Georg Misch dieser außergewöhnlichen Vita angenommen. Als Leopold Weiss 1900 in Lemberg geboren, konvertiert der österreichische Jude 1926 in Palästina zum Islam über und nennt sich von nun an Muhammad Asad. Fasziniert von der Spiritualität dieser Religion, reist er auf einem Kamel durch die Wüste nach Mekka. Er studiert den Koran und lebt als Berater am Hof des Saudischen Königs. Nach Streitigkeiten mit den Saudis reist Asad nach Indien, wo er sich der Bewegung zur Gründung des pakistanischen Staates anschließt. Nach der Zeit als UNO-Botschafter für das junge Land, zog er sich nach Marokko zurück, wo er 17 Jahre lang an einer Übersetzung des Korans ins Englische arbeitete bis er 1992 schließlich starb.
„Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad“ folgt den verschiedenen Stationen von den Randgebieten der ehemaligen Donaumonarchie über das heutige Israel, Palästina, Saudi-Arabien, Pakistan und New York bis nach Marokko und Spanien. Parallel entblättert sich dabei ein vielschichtiges Bild des Islams, das zeigt wie gespannt das Verhältnis der Traditionalisten und Modernisten dieser Religion ist.
Mit den Worten von Asad: „Ich habe mich in den Islam verliebt, aber ich habe die Muslime überschätzt.“
