Den diesjährigen Georg-Büchner-Preis hat der österreichische Schriftsteller Josef Winkler gewonnen. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh dem 55-Jährigen die bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung, weil er „schonungslos und mit unerhörter Radikalität die Katastrophen seiner katholischen Dorf- Kindheit und die seines Ausgesetztseins in einer mörderischen Welt in barock-expressive, rhythmische Prosa von dunkler Schönheit verwandelt hat“.
Seinen ersten Roman „Menschenkind„ veröffentlichte Winkler 1979, es folgten „Der Ackermann aus Kärnten“ (1980) und „Muttersprache“ (1982). Die autobiografische Trilogie wurde später als „Das wilde Kärnten“ zusammengefasst. Winkler reiste nach Italien und Indien und schilderte seine präzisen Beobachtungen in Werken wie „Domra. Am Ufer des Ganges“ (1996) oder „Natura Morta. Römische Novelle“ (2001).
Der Georg-Büchner-Preis wird seit 1923 an bildende Künstler, Dichter, Schauspieler und Sänger verliehen, erst 1951 wurde er in einen reinen Literaturpreis umgewandelt.
1. November 2008