An Buchpreisen mangelt es ja im Land der Dichter und Denker beileibe nicht. Georg-Büchner-Preis, deutscher Buchpreis und der Ingeborg-Bachmann-Preis, das sind nur die namhaftesten, alles in allem aber mögen es an die Hundert sein. Gestern war es dann mal wieder soweit, zum achten Mal wurde der noch rechtjunge Corine-Preis verliehen und das auch noch im Fernsehen, genauer gesagt im Prinzregententheater unter der Leitung von Katrin Bauerfeind. Als Pendant zum Bayerischen Fernesehpreis also kann man die Corine-Verleihung sehen, die seit 2001 jeden Herbst für herausragende Werke deutscher und internationaler Autorinnen und Autoren vergeben wird und nach einer Commedia dell’ Arte-Figur des Porzellanmodelleurs Franz Anton Bustelli benannt ist. Der frisch gekürte bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer persönlich überreichte Martin Walser, der ja bekanntlich beim deutschen Buchpreis leer ausging, den Ehrenpreis für sein Lebenswerk und auch Feridun Zaimoglu, der wie sein Kollege lediglich auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand, bekam am Abend dem Corine-Preis für Belletristik überreicht. Für einen Hauch Fernseh-Glamour sorgte Schauspieler Axel Milberg, der für die Hörbuchversion von Henning Mankells „Der Chinese“ die Corine-Porzellanfigur überreicht bekam. In der Kategorie Sachbuch gewann Manfred Lütz mit seinem Buch „Gott. Eine kleine Geschichte des Größten, der Focus Zukunftspreis ging an Muhammad Yunus für „Armut besiegen“.
5. November 2008