Filme waren sein Metier und vor allem in den siebziger und achtziger Jahren, zur großen Zeit des deutschen Autorenfilms war Peter W. Jansen, eine der wichtigen Stimmen der deutschen Filmkritik. In der Zeitschrift „Filmkritik“, der von Enno Patalas 1957 gegründeten und bis 1984 erscheinenden legendären Zeitschrift, zu deren Autorenkreis auch Ulrich Gregor, Frieda Grafe, Dietrich Kuhlbrodt, Theodor Kotulla und Hartmut Bitomsky gehörten, machte er als Filmkenner auf sich aufmerksam. Der studierte Germanist und Historiker arbeitete unter anderem auch für das ZDF-Kulturmagazin „Aspekte“, sowie als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen, zudem war er Mitherausgeber der „Reihe Film“ im Hanser Verlag.
1966 ging der Jansen dann zum Südwestfunk, dem er über dreißig Jahre treu bleib. Legendär ist die „Reihe Film“, die Jansen mit einem der anderen Großen der Filmkritik, Wolfram Schütte, von 1974 bis 1982 herausgab. Auf 50 CDs hat er 100 „Meisterwerke der Kinogeschichte“ (von David W. Griffith bis zu Jim Jarmusch und Woody Allen) besprochen und analysiert. Nun ist Jansen, wenige Tage nach seinem 78. Geburtstag, in seinem Heimatort Gernsbach bei Baden-Baden gestorben.