Der Prix Goncourt geht in diesem Jahr an afghanische Exil-Schriftsteller Atiq Rahimi. Der 46-Jährige erhält den wichtigsten französischen Literaturpreis für seinen Roman „Syngué sabour“ (Stein der Geduld). Wie seine vorherigen Texte auch, handelt der „Stein der Geduld“ von seinem Heimatland.
In Monologform beschreibt der Roman die Trauer und Ängste einer Frau, die ihren Mann verliert und gleichzeitig in erschütternder Weise ihren Hass gegen ein System der religiösen und politischen Unterdrückung zum Ausdruck bringt.
Rahimi wurde 1962 in Kabul geboren, 1984 flüchtete er vor dem Bürgerkrieg und der Zensur nach Pakistan. Er erhielt Asyl in Frankreich und begann dort nach einer Promotion an der Sorbonne mit der Arbeit als Schriftsteller. Auf Deutsch erschienen von ihm bislang die Bücher „Erde und Asche“ und „Der Krieg und die Liebe“. Das neue Buch soll unter dem Titel „Stein der Geduld“ auf Deutsch im Herbst 2009 bei Ullstein erscheinen.