4. Dezember 2008

Franz von Stuck. Meisterwerke der Malerei

Kategorie: Ausstellungen — Nic Knatterton @ 17:29

Anlässlich des 80. Todestages von Franz von Stuck zeigt das Museum Villa Stuck Meisterwerke des großen Künstlerfürsten. 54 Werke des Malers, der ein wichtiger Wegbereiter der Moderne war und einen großen Einfluss auf die Kunst seiner Zeit hatte sind ab 4. Dezember und noch bis zum 15. März 2009 in der prachtvollen Villa ausgestellt.

Die Werke, von denen einige noch nie öffentlich gezeigt wurden sind nach elf Themen aufgeteilt wie „Schönheit und Versuchung“ oder „Kampf ums Dasein“, die der Künstler sein ganzes Leben lang verfolgte. Stucks Bilder leben von seinen Figuren, die zum Großteil zeitgenössische Menschen vor biblischem oder antikem Hintergrund zeigen und verleihen ihnen somit eine allegorische Komponente. Titel wie „Die Sünde“, „Der Krieg“ oder „Die Sphinx“ verdeutlichen das.

Die Leihgaben für die Ausstellung kommen aus den ersten Häusern Europas, dem Musèe d’Orsay in Paris, der Eremitage in St. Petersburg, der Nationalgalerie in Sofia, dem Museum der Bildenden Künste in Budapest, dem Belvedere in Wien, dem Ca’ Pesaro in Venedig sowie aus Beständen privater Sammler in Europa und Amerika.

13. August 2008

Die Secession in der Villa Stuck

Kategorie: Ausstellungen — Nic Knatterton @ 11:47

Anlässlich der 850-Jahr-Feier der Landeshauptstadt München zeigt das Museum Villa Stuck vom 5. Juni bis 14. September 2008 das bisher umfangreichste Ausstellungsprojekt zur Münchner Secession. Mehr als 100 Gemälde und zahlreiche Statuetten veranschaulichen im die Vielfalt der Münchner Künstlervereinigung: Die Gründungsmitglieder, unter ihnen Bruno Piglhein, Hugo von Habermann, Fritz von Uhde und Franz von Stuck schlossen sich 1892 aus Protest gegen die eingeengte und konservative Kunstauffassung der damaligen Zeit zusammen, um neue künstlerische Wege zu gehen.

Den Auftakt bilden ausgewählte Werke der ersten Secessionsausstellung sowie eine Vielzahl an Gemälden, die die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Stile innerhalb der Secessionsgruppe verdeutlichen. Verbindend war der Wunsch der Secessionisten nach neuen Strukturen und Inhalten: Ausläufer der Gründerzeit und impressionistische Tendenzen bis hin zu Spielarten des Jugendstils finden sich in den Bildern. Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Prä-Symbolismus und Symbolismus, darunter Werke von Thomas Theodor Heine, Gabriel Max oder Fernand Khnopff. Zudem wird der Frage nach der Beeinflussung der Secessionisten durch Künstlerbewegungen aus dem Ausland nachgegangen. So prägten etwa die „Glasgow Boys“, die „Haager Schule“ und Künstler der „École de Barbizon“ durch ihre Präsenz in München die Bestrebungen der Secession nachhaltig, ein neues, international ausgerichtetes Klima für die Kunst zu schaffen.

Den idealen Rahmen für die Ausstellung bildet die Villa Stuck, vom Münchner Künstlerfürsten Franz von Stuck ausgestattet, die nach ihrer Renovierung seit 2005 wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist.